Vorschlag für die Neubebauung am Büchel: eine Markthalle

Als Alternative zu den Investorenschlachten, die allerorts in den Innenstädten Markthalle am Büchel1gefochten werden, hier ein hervorragender und unterstützenswerter Vorschlag des renommierten Künstlers und Bildhauers Albert Sous  für die Neubebauung am Büchel: eine Markthalle.

Noch immer ist nicht beschlossen, was mit dem Gelände des maroden Parkhauses Büchel geschehen soll. Vor einigen Monaten erfuhren die Aachener Bürger aus der Tageszeitung vom Scheitern des Projektes „Bel Etage“. Nach einer endlosen Diskussion zwischen Grundstückseigentümern, Investoren, Planern und der Widersprüchlichkeit in der Politik, greift ein Aachener Künstler mit seinem Entwurfsmodell einer Markthalle in die unsägliche Debatte ein.

Viel positive Resonanz
Aus der Aachener Bevölkerung erhielt der Raumpionier Albert Sous schon kurze Zeit nach der ersten Veröffentlichung seiner Idee viel Zuspruch. In der Phase, in der das Projekt „Büchel“ heiß diskutiert wird, besitzt der Entwurf die Qualität eines Alleinstellungsmerkmals sowohl architektonisch als auch im langfristigen Nutzwert für alle Menschen in der Stadt und weit darüber hinaus! Diese Information von Albert Sous richtet sich an die Aachenerinnen und Aachener mit der Bitte um Eure/Ihre Meinungsäußerung!

Markthalle auch als sozialer Raum
Die Markthalle liefert die Antwort auf Globalisierung und Ladenketten. Sie kehrt zurück zur Qualität des Handels und schafft gleichzeitig Raum für Begegnung. Hersteller und Verbraucher finden wieder zueinander, die Ware erfährt neuen Wert. Gleichzeitig soll die Halle als Treffpunkt genutzt werden.

Mulitfunktionalität schafft Vielfalt
Möglich macht dies das dynamische Konzept. Allmorgendlich findet hier der Markt statt: frisch, lebendig, vielfältig. Langfristig könnte er die Wochenmärkte auf Markt, Münsterplatz, usw. in sich vereinen. Nachmittags ziehen sich die Marktstände zurück und geben den Platz frei. Die Aachener Bevölkerung könnte diesen Raum für verschiedene Arten von Veranstaltungen nutzen. In Außenläden haben Cafés, Restaurants, kleine Küchen, Geschäfte und Werkstätten Platz. Das Angebot ist bunt und international. Die Vielfalt kann in Gestalt der Kleinunternehmer in die Stadt zurückkehren.

Kunstvolle Architektur, die sich einfügt und bereichert
Entsprechend dieses Konzeptes böte sich ein offener, lichtdurchlässiger Bau an. Die Anlehnung an einen Basilikalbau läge nahe: Eine hohe Halle, die den Anforderungen der mobilen Marktstände (Platz, gute Zulieferbedingungen usw.) Genüge tut, mit „Seitenschiffen“, in denen die niedergelassenen Geschäfte untergebracht sind. Eine zweite Etage macht zusätzliche Ladenflächen frei. Eine weitläufige Dachterrasse lädt zum Verweilen, Flanieren und Freunde Treffen ein.

Der Entwurf folgt traditionellen Mustern der Aachener Baukunst. Die Bögen, konstruiert aus farblich abgesetzten Sichtbetonblöcken, erinnern nicht zufällig an das orientalisch anmutende Innere des Doms aus karolingischer Zeit.

Die Markthalle könnte wieder ein Beispiel dafür sein, wie Architektur auch von Nichtarchitekten lebendige Zeichen setzt.

Eine Podiumsdiskussion zum Thema in naher Zukunft ist angedacht. Der Termin und Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben.

Idee und Entwurf: Albert Sous | Bildhauer
Meinung und Anregungen an: Albert Sous | Ravelsberger Str. 8 | 52146 Würselen | markthalle-buechel@gmx.de

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22 Kommentare zu Vorschlag für die Neubebauung am Büchel: eine Markthalle

  1. Pia sagt:

    Man könnte die Dachterasse zumindest zum Teil auch als Gemeinschaftsgarten und zur Ansiedlung von Bienen nutzen!

  2. johanna vanicek sagt:

    gefällt mir gut und dann viel bio-food……frisch aus der region, würd ich sehr fortschrittlich finden.

    viel glück

  3. Urban sagt:

    Ein wirklich begeisternder Entwurf!! Bravo, Respekt und Gratulation dem Künstler.
    Vielleicht sollte man mal eine Umfrage unter den Aachener Markthändlern und regionalen Vermarktern/Veranstaltern starten. Dabei könnte man deren Position zu einem solchen Projekt erfahren und die Nachfrage nach einer modernen Markthalle abklopfen. Ich kann mir vorstellen, dass hierzu allseits eine große Nachfrage besteht, das schafft den Bedarf – und so können wir von unten unsere Stadt attraktiv gestalten!

  4. Susa sagt:

    Die Markthalle ist eine absolut super Idee!!!

  5. Wolfgang Surges sagt:

    Geniale Idee für diese Stelle in der Stadt. Sie eignet sich wie keine zweite von allen denkbaren für eine Markthalle. Dass es funktioniert, beweisen täglich die Markthallen in den französischen Städten, ich denke auch an die im Zentrum Stuttgarts…

    Verständlich, dass die Investoren privaten Geldes nicht mitmachen werden, denn mit Eiern und Salat lässt sich nicht der Umsatz/die Miete erzielen wie mit Lifestyle-Artikeln. Schlimm ist allerdings, dass der Vorschlag nicht mal in den Medien Erwähnung findet und entsprechend diskutiert wird. Wahrscheinlich nach Einflussnahme der arbeitsplatzorientierten Investoren auf den “freien Journalismus”.

    Was tun? Das zu beplanende Grundstück gehört der Stadt, die Stadt sind die Bürger. Das Projekt muss an die Öffentlichkeit.

    Prominente Mitstreiter sollten sich finden lassen bis in die Landesebene. Der Grünen-Architekt Michael Rau sprach sich, seit er im Rat sitzt, immer wieder öffentlich für eine Markthalle im Aachener Zentrum aus… Wo stünde sie besser als jetzt am Büchel?

  6. Herma Harloff sagt:

    Der Vorschlag zur Markthalle gefällt mir sehr gut: eine luftige mittelmeerische Architektur mit viel Charme in günstiger Innenstadtlage. Sie ist geeignet für unterschiedliche Nutzungen und würde eine muntere Belebung der Innenstadt, als Ergänzung zum Elisengarten, ermöglichen für Anwohner und Touristen.

    • Melanie Schulte sagt:

      Guten Tag,
      ich finde den Entwurf der Markthalle wunderschön! Könnte man daraus nicht ein Bürgerbegehren machen????

      • uwgacadmin sagt:

        … eine gute Idee 🙂

      • Birgit sagt:

        Ich bin unbedingt für die Markthalle! Und wenn ich jetzt in der AN schon wieder von einem städtebaulichen Wettbewerb lese, geht mir der Hut hoch! Was das wieder kostet – außer Zeit! Bitte ein Bürgerbegehren!

  7. Winny Be sagt:

    Ich unterstütze diese gute Idee.
    Was kann man tun, damit die Idee Wirklichkeit wird?
    Wie kann man die Investoren und Entscheidungsträger vom Mehrwert überzeugen?
    Wie kann man mehr Öffentlichkeit erzeugen?

    • uwgacadmin sagt:

      Wir arbeiten daran, die Idee in die Öffentlichkeit zu tragen. Demnächst gibt es neue Infos (auch zum Mitmachen) dazu 🙂

  8. Walter Cosler sagt:

    Die Idee ist super, die muß unbedingt weiter verfolgt werden!

  9. Gerrit Ervig sagt:

    Eine sehr schöne Idee, die ich als Bürger der Stadt Aachen unterstütze! Spontan denke ich an die Markthallen in den südlichen Ländern aber auch den Viktualienmarkt in München. Nur Parkplätze wären -soweit verstanden- Mangelware, auch die Busanbindung ist nicht optimal. Gerade wegen letzterer stehen die Händler -meines Wissens- gerne auch am Elisenbrunnen…

  10. Ich unterstütze diese wunderbare Idee. Habe soeben diese Seite weiter geteilt.
    Ein Bürgerbegehren wäre sehr gut. Bin dabei!

  11. Christina W. sagt:

    Bin sehr begeistert <3

  12. Klaus Kaufmann sagt:

    Den Entwurf sollte man auf jeden Fall weiter verfolgen. Wo bleibt der Bürgerentscheid?

  13. Hedy Wunderlich sagt:

    Diese Markthalle ist eine grandiose Idee! Mediterranes Flair das ganze Jahr über, bei jedem Wetter, der Süden liegt dann im äußersten Westen.
    Das “Fressgässle” in Freiburg ist eine Institution und steht in jedem Reiseführer. Stuttgart kenne ich nicht, aber der Altstadtmarkt in Düsseldorf hat – obwohl architektonisch nicht reizvoll – einen ähnlichen Charakter: man kauft gut ein, es macht Spaß, man trifft sich, es gibt Gelegenheit zum Essen und Trinken.
    Der Bus muss auch nicht direkt vor der Tür halten, wenn das Angebot attraktiv ist. Und ob die Markstände dann mittags schließen sollen? Am schönsten ist es, wenn den ganzen Tag Markt und Treffpunkt und Gastronomie herrschen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein solches Konzept weniger einträglich sein muss als eine Ansammlung von Boutiquen, man kann es einfach ausrechnen.
    Vielleicht könnte man eine Art Genossenschaft gründen und die Halle auf den Weg bringen? Ich bin dabei.

  14. Pieter Paßmann sagt:

    Die Halle ist sehr schön gestaltet und sieht an sich auch nach einem tollen Konzept aus. Ich würde gerne die genauere Positionierung etc wissen – gibt es dazu schon genauere Angaben? Was soll das ganze ca. kosten? Was ist mit bestehenden Geschäften am Büchel? Mittelmeerflair in der Kaiserstadt?

  15. Tento sagt:

    Übrigens gibts jetzt auch einen Termin für die Podiumsdiskussion:

    Donnerstag, den 28.8. Stadtplanung neu denken – für eine lebendige Innenstadt!
    Beginn: 20 Uhr – Einlass: 19:30 Uhr – Eintritt frei
    Aula Carolina Pontstr. 7-9

  16. Klara sagt:

    Auf die damalig geplante Trendbox sollte im ursprünglichen Entwurf im Winter eine Eislaufbahn. Die Idee hat mich begeistert. Wir fahren immer extra nach Maastricht , wenn wir draußen Schlittschuh fahren wollen.
    Wenn man das Schlittschuhfahren mit Blick auf Dom und Rathaus noch in den Entwurf der Markthalle einbauen könnte, wäre es für mich die absolut perfekte Idee für den Standort.

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