Das Schwertbad

Ein Freund aus Burtscheid schickte uns aus aktuellem Anlass wegen der dubiosen Vorgänge rund um das Burtscheider Schwertbad – als ein Zeichen von Solidarität – ein Gedicht, das wir gerne veröffentlichen:

Das Schwertbad
(eine Burtscheider Tragikomödie)

Von Burtscheid’s Türmen tönen bang’
dumpf die Glocken, Trauerklang!
Weil dort das Schwertbad in argen Nöten:
geht bald auch der Titel ,,Bad Aachen“ flöten?

Ein christlich genannter Marienhaus-Konzern
will frisch-fromm-fröhlich, ganz modern
ein neues Gebäude dort konzipieren,
zugleich ein Exempel statuieren:

„Wir werden nur bauen, heißt das Konzept,
weil Minilöhne sind unser Rezept!
Wollt Ihr weiter für uns tätig sein,
dann sagt zu Lohnverzicht nun bloß nicht nein!
Nur dann wollen wir voll Gottvertrauen
Euch hier eine neue Klinik bauen!“

Die Beschäftigten, mehrmals zur Kürzung bereit,
haben die Schmerzgrenze längst schon erreicht:
„Noch Weniger geht nicht!“ erklären sie bange,
„sind bald schon am Ende der Fahnenstange!“

Die Klagen stören den Konzern mitnichten:
„Wollt Ihr nicht nochmals auf Lohn verzichten,
dann kommt keine neue Klinik hierher
und Euer Bauplatz bleibt öde und leer!“

Nun steh’n die Beschäftigten alleine im Regen
und warten voll Hoffnung auf kirchlichen Segen;
ein solidarisches Bischofswort
gäb’ Trost den Mitarbeitern dort!

Man könnt’ einmal Papst Franziskus befragen,
der würde womöglich spontan dazu sagen:
„Es mangelt im Burtscheider Schwertbad-Streit
an christlicher Barmherzigkeit!“

(Burtscheider Senior)

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