Tierschutz

Mangelnder Tierschutz und Umweltschutz in Aachen waren u. a. zwei Auslöser, unsere UWG Aachen vor zehn Jahren zu gründen, um uns auch mit diesen Themen in die Aachener Politik einzumischen.

Massentierhaltung? Nein danke!
Frieden ist nur möglich ohne Hunger und ohne Ausbeutung.

In welcher Weise sind wir daran beteiligt, und was können und Schluss mit dem Profit auf Kosten der Tieremüssen wir selbst tun?
Ein Appell von Birgit Heitmann

Ohne zu wollen und zu wissen verursachen wir durch unseren Konsum Hunger in armen Ländern und grausamste Tierquälerei in Massentierhaltungen. Allein durch Änderung unseres Konsumverhaltens könnten wir diese weltweite zerstörerische Entwicklung stoppen und positiven Einfluss ausüben. Dann ginge es nicht nur den jetzigen armen Menschen und Tieren besser, sondern auch uns, weil wir global alle voneinander abhängig sind. Weiterlesen…

Auch der dickste Mantel_Aachen_pelzfreiNerzfarm in Aachen-Orsbach

Schließt die Nerzfarm

Schließt die Nerzfarm

Jahrelang kämpften wir für für eine Schließung der Nerzfarm in Aachen-Orsbach, wo Jahr für Jahr 25.000 Nerztiere auf qualvolle Weise gehalten und ermordet wurden. Anträge der Aachener UWG zur strengen Prüfung und zur Feststellung tierschutzwidriger Haltung wurden von der Aachener Ratspolitik ohne lange Diskussion abgelehnt. Auch die Tatsache illegal auf der Nerzfarm errichteter Bauten – also Bauten ohne Baugenehmigung – bewogen weder die Verwaltung noch die Politik, den Nerzfarmbetreiber zum Abriss dieser Bauten aufzufordern, was das voraussichtliche Ende dieses Schandmals bedeutet hätte. Nun musste der Betrieb der Nerzfarm aufgrund gesetzlicher Vorgaben zur Haltung endlich eingestellt werden. Schäme dich, OB und Stadtrat!


Kastrationspflicht für freilaufende KatzenKäthe2

Die Tierheime können ein Trauerlied darüber singen: Die alljährliche “Gebüschkätzchenschwemme” stellt den Tierschutzverein immer wieder vor große Herausforderungen. Ein großer Teil des Problems entsteht durch freilaufende Katzen. In vielen Städten wurden deswegen Satzungen erlassen, in denen eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen festgelegt ist. Dort werden alle Katzen, die aufgegriffen werden und offensichtlich keinen Besitzer haben, kastriert. Auch in Aachen kam das Thema auf die politische Tagesordnung. Die Rechtsdezernentin Grehling sprach sich gegen eine derartige Regelung in Aachen aus. Und was entschied die Aachener Politik dazu? Bis heute gibt es diese aus Gesichtspunkten des Tierschutzes dringend benötigte Satzung nicht. Armes Aachen. Wir werden an dem Thema dran bleiben!

Keine Standortgenehmigungen mehr für Zirkusse mit Wildtieren!

Circus Krone - Kein Spaß für Wildtiere!

Circus Krone – Kein Spaß für Wildtiere!

In zahlreichen Städten werden Zirkussen mit Wildtieren keine Standortgenehmigungen mehr erteilt. Diese Forderung erheben wir auch für Aachen, aber weder Oberbürgermeister noch die Ratsmehrheit schließen sich dieser Forderung an.

Hier haben die Tiere nichts zu lachen!
Im Juli 2013 protestierten wir am Aachener Bendplatz vor dem Circus Krone gegen die Wildtierhaltung, weil Wildtiere im Zirkus heutzutage nicht mehr zeitgemäß sind. Es ist eine Qual für die Tiere, die unter Zirkusbedingungen nicht artgerecht gehalten werden können. Auch deren “Kunststücke” in der Manege haben mit Artgerechtigkeit nichts zu tun. Elefanten zum Beispiel müssen angekettet werden, wenn sie nicht unter Aufsicht stehen. Sie werden mit Ketten an den Beinen fixiert, können nur noch einen Schritt vor und zurück. Infolgedessen verfallen sie in Verhaltensstörungen. Dies zeigt sich u. a. durch ein immer vom einen auf den anderen Schritt Wechseln und ein Hin- und Herwippen des Kopfes. Das dauernde Leid der Tiere ist enorm.

Dieses Mädchen klärte seine fremdsprachige Mutter auf und warf die Freikarten weg.

Dieses Mädchen klärte seine fremdsprachige Mutter auf, und sie warfen die Freikarten weg.

Das Amtsgericht Darmstadt verhängte 2009 ein Bußgeld über Circus Krone wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Auch vonseiten der Veterinärämter kam es wiederholt zu Beanstandungen. Susanne Matzenau (Circus Krone) sagte dazu: „Das sind keine berechtigten Vorwürfe.“ Die Tiere hätten genügend Beschäftigung und Auslauf gehabt, auch für beheizte Ställe sei gesorgt worden. “Wir sind die größten Tierschützer, die es gibt, denn wir sind für unsere Tiere da”, beteuert Zirkuspressesprecherin Matzenau. Tierschützer können da nur mit dem Kopf schütteln. Die Tiere gehören schnellstmöglich in eine Auffangstation!

Und was passiert in Aachen? “Traditionell” fand der Veterinärmediziner der Städtreregion Aachen keine Mängel bei der (zweifellos nicht artgerechten) Tierhaltung im Circus Krone…

Wir werden mit unserer Tierschutzinitiative, Eurer/Ihrer Unterstützung und der Aachener UWG nicht locker lassen, bis der Tierschutz auch im Aachener Stadtrat endlich wirkungsvoll und nachhaltig ankommt!

Protest gegen die qualvolle Massentötung von Straßenhunden in Rumänien

Brief an EU-Präsident Martin Schulz anklicken für Großansicht

Brief an EU-Präsident Martin Schulz
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Gemeinsam mit Tierschützern in Rumänien, in ganz Europa, in Mittelamerika und in den USA organsiseren wir unseren Protest gegen das seit Herbst 2013 durchgeführte massenhafte Töten rumänischer Straßenhunde. Dieser grausamen Gewalt an wehrlosen Tieren muss ein sofortiges Ende gesetzt werden. Man muss dazu wissen: Das staatlich legitimierte Massaker wird gefördert mit Kopfprämien pro getötetem Hund – finanziert mit Mitteln der EU – mit unseren Steuergeldern!

Deshalb schrieb ich im März 2014 im Auftrag unserer regionalen Tierrechtsgruppe und der Aachener UWG einen Brief an den EU-Präsidenten Martin Schulz, um ihn darüber zu informieren und ihn zu bitten, umgehend dafür Sorge zu tragen, dieses sinnlose grausame Töten beenden zu lassen. Seine Antwort zwei Monate später? Keine. Aber auch das ist eine Antwort, Herr Schulz! Wir werden (auch international) nicht locker lassen, verlassen Sie sich darauf! Machen Sie sich nicht durch Passivität zum Unterstützer dieses grausamen  täglichen Mordens!


Tierschutz-Zitate

“Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier ebenso geahndet wird wie das Verbrechen am Menschen.”
(Leonardo da Vinci, 1452 – 1519, italienischer Universalgelehrter)

“Auschwitz fängt da an, wo einer steht und denkt, es sind ja nur Tiere.”
(Theodor W. Adorno, 1903 – 1969, dt. Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker u. Komponist)

“Mitleid mit Tieren und ein guter Charakter sind derart eng miteinander verknüpft, dass man mit Gewissheit feststellen kann, dass niemand, der grausam zu Tieren ist, ein guter Mensch sein kann.”
(Arthur Schopenhauer, 1788 – 1860, dt. Philosoph, Autor u. Hochschullehrer.)

“Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten!
(Leonardo da Vinci, 1452 – 1519, italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph)

“Wer die Würde der Tiere nicht respektiert, kann sie ihnen nicht nehmen,
aber er verliert seine eigene.”
(Albert Schweitzer, 1875 – 1965, dt.-franz. Arzt)

“Ein wahres Gefühl für die Leiden der Tiere ist immer ein Zeichen hoher Zivilisation.”
(Selma Lagerlöf, 1858 – 1940, schwedische Schriftstellerin)

“Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.”
(Leo N. Tolstoi, 1828 – 1910, russischer Schriftsteller)

“Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen,
müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.“
(unbekannt)

“Wer einen Hund oder Affen, ja jedes höhere Säugetier wirklich genau kennt und trotzdem nicht davon überzeugt wird, dass diese Wesen Ähnliches erleben wie er selbst, ist seelisch abnorm. Er gehört in eine geschlossene psychiatrische Klinik, da seine Schwäche ihn zu einem gemeingefährlichen Wesen macht.”
(Konrad Lorenz, 1903 – 1989, österr. Verhaltensforscher u. Nobelpreisträger)

“Auch der dickste Mantel aus Nerzen nimmt nicht die Kälte aus ihren Herzen.”
(Horst Schnitzler)

“Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran ermessen, wie sie die Tiere behandelt.“
(Mahatma Gandhi, 1869 – 1948, indischer Rechtsanwalt, Widerstandskämpfer, Revolutionär, Publizist, Morallehrer, Asket u. Pazifist)

„Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.”
(Christian Morgenstern, 1871-1914, dt. Dichter)