Wie viel Karlskult verträgt die Stadt?

Des Kaisers Ende_Web

Des Kaisers Ende?

Ganz ohne „unseren“ alten Kriegskaiser Karl scheint es im Aachener Stadtmarketing nicht zu gehen. Aber Aachen kann mehr und insbesondere andere Kultur als Karl. Es wäre fatal, in der Ferne zu signalisieren, wir alle seien nun Karl – ein rückwärtsgewandtes antiquiertes Image, das mehr schadet als nützt.

Peinlich genug, einen Kriegsführer mit so viel Andenken zu versehen. So ist es nicht verwunderlich, wenn sich ein renommiertes Kulturmagazin lustig macht über so viel Karl („seine Parole hieß: Taufe oder Tod“) in unserer Stadt.
Geschichte ist wichtig, Zukunft auch!

Da bedarf es ebenso der Präsentation eines kulturellen Angebots für Besucher unserer Stadt, das zeitgeschichtlich nach vorne blickt. Ein ausbaufähiges Angebot gibt es bereits, Inhalte und Präsentation dessen sind verbesserungswürdig. Auch benötigen die freien Kulturschaffenden Freiräume zur eigenen Gestaltung und Nutzung ihrer Arbeitsbereiche. Hier hat die Stadt noch einige Aufgaben zu erledigen!

Ob die Parole für die Zukunft nun lauten sollte „Nie wieder Karl!“, darüber mag man streiten. Ein fortschrittliches Angebot ohne Karl sollte jedoch möglich sein. Oder sind wir Öcher am Ende – quasi behördlich verordnet – ab diesem Jahr nun endgültig doch alle Karl?

Dieser Beitrag wurde unter Kultur veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.